Schilddrüsenhormone sind lebensnotwendig und unterliegen deshalb nur geringen Schwankungen. In der Schilddrüse wird überwiegend Levothyroxin (T4) produziert, welches dann im Blut durch das Enzym Dejodase in das wirksamere T3umgewandelt wird.

Die Produktion der Schilddrüsenhormone unterliegt der Hirnanhangsdrüse, in der das Schilddrüsen (engl. Thyroid)-Stimulierende-Hormon TSH gebildet wird. Bei Schilddrüsenhormonüberschuss schaltet die Hirnanhangsdrüse zurück (TSH niedrig), bei Schilddrüsenunterfunktion hoch (TSH hoch).

Während der Schwangerschaft ergeben sich aufgrund der speziellen Schwangerschaftshormonkonstellation (ß-HCG, Östrogene, Thyroxin-bindendes Globulin) Veränderungen im Schilddrüsenhormonstoffwechsel, die normal also physiologisch sind.

Nach operativer Entfernung der Schilddrüse oder bei Schilddrüsenunterfunktion können Schilddrüsenhormone einfach durch die Einnahme einer morgendlichen Tablette ersetzt werden. Diese sollte morgens direkt nach dem Aufstehen mit einem Glas Wasser (kein Kaffee oder Milch) mindestens 20 min vor der ersten Nahrungsaufnahme eingenommen werden. Die Einnahme zur regelmäßig gleichen Uhrzeit ist bei einem Levothyroxinpräparat nicht erforderlich. Bei einem Präparatewechselkann es zu Veränderungen der Schilddrüsenhormonkonzentration kommen. Dieser sollte insbesondere während der Schwangerschaft vermieden werden.