Schilddrüsenknoten kommen in Deutschland sehr häufig vor. Von Knoten sind so genannte Zysten zu unterscheiden, die im Gegensatz zu Knoten eine Wasser-ähnliche Flüssigkeit enthalten. Schilddrüsenknoten lassen sich einerseits tasten oder durch eine Schilddrüsensonographie darstellen. Eine Kernspinntomographie ist hier keineswegs erforderlich. Eine Computertomographie sollte hier schon aufgrund der potentiellen Gefahr einer durch das Jod-haltige Kontrastmittelauslösbaren Überfunktion als auch wegen der Strahlenbelastung nicht durchgeführt werden.

Bei den Knoten muss zwischen den häufigen Regeneratknoten und den so genannten Knoten mit szintigraphischnachweisbaren Speicheranomalien (heiße und kalte Knoten) unterschieden werden. Heiße Knoten entwickeln häufig im Verlauf eine Überfunktion, entarten jedoch nicht bösartig. Kalte Knoten können bösartig entarten und müssen daher durch eine Feinnadelpunktion, die ambulant einfach durchgeführt werden kann, abgeklärt werden. Häufig muss in diesem Fall operiert werden.

Jeder Knoten größer als 1 cm sollte einmalig durch eine Schilddrüsenszintigraphie untersucht werden, ob hier ein heißer oder kalter Knoten vorliegt. Turnusmäßige Szintigraphien ohne Größenzunahme des Knotens oder Änderung der Schilddrüsenhormonkonzentration im Blut sind zu vermeiden.

Heiße Schilddrüsenknoten können sich durch eine Überfunktionsymptomatik bemerkbar machen, kalte hingegen nicht. Generell können Knoten durch ihr Wachstum zu Schluckstörung und einem Engegefühl des Halses führen. Eine plötzlich aufgetretene Heiserkeit hegt den Verdacht eines bösartigen Knotens (Schilddrüsenkarzinom).

Therapie

Therapiert werden warme Knoten mit folglicher Überfunktion zunächst mit Tabletten (Thyreostatika). Im Verlauf sollte sich eineRadiojodtherapie oder eine Operation anschließen. Karzinomverdächtige Knoten werden immer operiert.